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Über die CD

von Sascha Sachs, Redakteur “Musician’s Life

Lehnen wir uns zurück und lassen all die spannenden Spielarten reiner elektronischer Musik Revue passieren. Während der letzten Dekaden sind viele interessante Styles gekommen und gegangen, manches blieb unentdeckt, anderes verblich im Sog des Mainstreams und die ein oder andere Perle moderner zeitgenössischer Musik verzog sich ängstlich in irgendeiner Schublade eines Subgenres.

Stellen wir uns vor, wie sich ein Künstler an die Aufgabe heran wagt, die Best-ofs elektronischer Spielarten aufzubereiten und in einem Album zusammenzufassen. Kein geringer als der Synthese-Spezialist Moogulator hat sich diesem Job gestellt. Auf seiner neuen CD "The Digital Anatomist Project", ist all das vertreten, was längst aus den Schubladen herauswollte. Reminiszenzen an die stepsequenzierten EBM-Nummern der 90er treffen so vehement auf Elemente des Drum & Bass, dass man das Ergebnis schon beinahe Breakcore nennen könnte, wäre da nicht diese Spur Glitch, dort wo sie hingehört, dort wo andere sie vergessen. Einiges, so denkt man, ist ganz klar die IDM-Hymne des jungen Jahrtausends - bis die Nummer nach 90 - 120 Sekunden einen Twist macht, wie ein Psychothriller mit Starbesetzung - und den Hörer erst einmal in die Realität zurück holt.

In der echten Welt, so heißt es, sind Konventionen überflüssig, wie ein Kropf. Dieser Maxime folgt auch Moogulator und das zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Album. Über 66 Minuten steht die Zeit still, dann drückt man auf Repeat und hofft das sich die Zukunft moderner elektronischer Musik exakt so anfühlt.


AENTITAINMENT Shop:
Moogulator - The Digital Anatomist Project 

 
 
 
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© Natalie Richter, AENTITAINMENT 08
 
 
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